Ws Kunst entdecken 25/26

Der Workshop richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die sich für Kunst im Museum interessieren und sich gerne mit einem eigenen gestalterischen Projekt vertiefter damit auseinandersetzen möchten.

Der Workshop wurde im Kunstmuseum in Olten durchgeführt. Bis zur nächsten Ausstellung befindet es sich in einer Umbauphase. Das Programm wurde auf diesen Umstand zugeschnitten. Es beinhaltete verschiedene Fragen zu einem Kunstmuseum und ging der Kunst selbst auf den Grund: Was macht ein Kunstmuseum? Wie entsteht eine Ausstellung? Was ist Kunst? Wie wird Kunst gemacht? Endziel des dreitägigen Workshops war, ein Modell-Museum nach eigenen Wünschen zu bauen.

Nach der Begrüssung besichtigten die teilnehmenden Schülerinnen mit dem Kunstvermittler T. Hochuli das ganze Haus. In den noch fast leeren Räumen gab es trotzdem viel zu sehen und zu erfahren. Wie geht es mit dem Ausstellungsbau voran? Was macht die Kuratorin, die wissenschaftliche Mitarbeiterin? Was passiert im Büro?

Die Schülerinnen konnten hinter die Kulissen schauen und hier und da Einblicke erhaschen. Nach dem Rundgang ging es im Atelier weiter. Die Schülerinnen durften eine kleine Leinwand bemalen mit einer Horizontlinie, da die neue Ausstellung im Kunstmuseum «Hinterm Horizont gehts weiter!» heissen wird.

Am zweiten Tag startete das Projekt "Mein Museum" angeleitet von der Kunstvermittlerin C. Waldner. Dies beinhaltete, aus leeren Schuhschachteln ein Wunschmuseum zu gestalten. Jede Gruppe beschäftigte sich zunächst separat mit ihrem Ausstellungsraum. Durch die Verbindung aller Kartonräume entstand als Gesamtwerk eine Installation, ein gemeinsames Haus. Bevor aber mit dem Bau begonnen werden konnte, wurden vorgängig Ideen zusammengetragen, Skizzen gemacht und offene Fragen zum Wunschmuseum geklärt.

1. Was ist es für ein Kunstmuseum? (Wie schaut es aus, Infrastruktur, Ausstellung, Thema, Malerei, Skulptur, Performance, Musik, Events…)
2. Wo ist unser Kunstmuseum?
3. Für wen ist unser Kunstmuseum? (Was für Besucher/innen, Künstler/innen, offene Begegnungszone, spartenübergreifend…)

Im Anschluss setzten die Schülerinnen ihre Ideen Schritt für Schritt um. Sie kreierten mit viel Fantasie und Herzblut aus Karton, Papier und verschiedenen anderen Materialien ihr Museum und bestückten es mit ihren selbst gemalten Kunstwerken.

Am dritten Tag ging es darum, das Wunschmuseum fertigzustellen, in Szene zu setzen und zu bewerben. Mit einem Plakat und Werbefilmen aus zusammengeschnittenen Handyvideos präsentierten die Schülerinnen beim grossen Finale stolz ihr entstandenes "Sommer-Museum" inklusive Pool, Blumenwiese und Kino auf der Dachterrasse.

S. Flury

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